Fruchtsäure-Peeling

Das Chemical Peeling mit Fruchtsäure (Glycolsäure) stellt eine oberflächliche Schälbehandlung zur Behandlung von sonnenbedingten Hautschäden und von kleinen Fältchen dar. Verwendet wird hierfür die aus Zuckerrohr gewonnene Glycolsäure, die aufgrund ihrer geringen Molekülgröße tief in die oberen Hautschichten eindringt und dort ihre positiven Effekte entfaltet. Sie führt zu einer Auflösung der Kittsubstanz zwischen den Hornzellen, wodurch diese sich ablösen.

In höherer Konzentration bewirkt Glycolsäure eine Lösung der Zellen der Oberhaut (Epidermis), wodurch diese abgestoßen werden und die Neubildung von Oberhautzellen (Keratinozyten) angeregt wird. Bei der Anwendung der hochkonzentrierten Glycolsäure kommt es darüberhinaus auch zu Veränderungen in der Lederhaut (Corium) mit vermehrter Neubildung von kollagenen Fasern, von Elastin (Grundstoff der elastischen Fasern) und von Grundsubstanz (gallertartiges Material, das zwischen den Bindegewebsfasern liegt).

Das Ergebnis ist eine Neustrukturierung und Verdickung der Haut mit erhöhtem Wassergehalt, was die Haut glättet und ihr ein jugendlicheres Aussehen verleiht. Sonnenbedingte Zellschäden, sonnen- und altersbedingte Pigmentierungen und feine Falten werden vermindert oder beseitigt.

Die Schälwirkung der Glycolsäure übertrifft die der Vitamin-A-Säure, die Reizwirkung ist aber deutlich geringer. Wegen der geringeren Nebenwirkungen ist die Vitamin-A-Säure-Behandlung in den USA weitgehend durch das Fruchtsäure-Peeling verdrängt worden.